Datum: 

22 Jun 2026

Autor: 

PREO AG

Microsoft-Lizenzierung


Massive Preisanpassungen für kommerzielle Suiten

IT-Verantwortliche und Software Asset Manager*innen stehen vor der nächsten finanziellen Herausforderung: Microsoft hat für den 1. Juli 2026 globale Preiserhöhungen für zahlreiche Microsoft 365- und Office 365-Suiten angekündigt. Es ist bereits die dritte Preisanpassung innerhalb von nur vier Jahren, nach 2022 und 2023 dreht Microsoft erneut an der Kostenschraube. Ein Muster, das deutlich zeigt, wie stark Unternehmen in der Abhängigkeit von einem einzigen Anbieter gefangen sind: Wer vollständig auf Microsoft-Cloud-Abos setzt, hat keine Wahl und zahlt. So steigt beispielsweise der Preis für Microsoft 365 E3 um acht Prozent und für Office 365 E3 um dreizehn Prozent. Auch im Bereich der Business-Pläne für den Mittelstand sowie bei Frontline-Lizenzen sind einzelne Aufschläge von bis zu 33 Prozent, beispielsweise für Microsoft 365 F1, geplant.



In diesem Blog-Beitrag haben wir die jeweiligen Lizenzpläne und -pakete mit den Preisänderungen übersichtlich zusammengestellt. Dazu zeigen wir, warum die meisten Unternehmen mittlerweile hybride Cloud-Modelle bevorzugen und welche Rolle der Einsatz gebrauchter Softwarelizenzen dabei spielen kann.


Neue Microsoft Preise für Office 365 und M365-Pläne ab Juli 2026

Auffällig dabei ist, dass die prozentualen Preissprünge bei den einzelnen Suiten ohne MS Teams noch drastischer ausfallen als mit Teams. So erhöht sich beispielsweise der Microsoft 365 F1-Plan ohne Teams prozentual um 43 Prozent. Ab 1. Juli 2026 gelten laut Microsoft für gewerbliche Kunden die folgenden Preise und prozentualen Erhöhungen:


Lizenzplan Mit Teams Ohne Teams
Alt Neu +/- Alt Neu +/-
Enterprise-Suiten
Office 365 E3 23,00 $ 26,00 $ +13 % 14,45 $ 17,45 $ +20,8 %
Office 365 E5 38,00 $ 41,00 $ +8 % 29,45 $ 32,45 $ +10 %
Microsoft 365 E3 36,00 $ 39,00 $ +8 % 27,45 $ 30,45 $ +11 %
Microsoft 365 E5 57,00 $ 60,00 $ +5 % 48,45 $ 51,45 $ +6 %
Office 365 E1 10,00 $ 10,00 $ 0 % 6,79 $ 6,79 $ 0 %
Frontline-Suiten
Microsoft 365 F1 2,25 $ 3,00 $ +33 % 1,75 $ 2,50 $ +43 %
Microsoft 365 F3 8,00 $ 10,00 $ +25 % 6,93 $ 8,93 $ +29 %
Business-Suiten
Microsoft 365 Business Basic 6,00 $ 7,00 $ +16 % 4,40 $ 5,40 $ +23 %
Microsoft 365 Business Standard 12,50 $ 14,00 $ +12 % 9,29 $ 10,79 $ +16 %
Microsoft 365 Business Premium 22,00 $ 22,00 $ 0 % 18,79 $ 18,79 $ 0 %

Quelle: microsoft.com/licensing/news/2026-M365-Packaging-Pricing-Updates


Auch für Stand-alone-Komponenten, wie beispielsweise Windows Enterprise Lizenzen oder Microsoft 365 Apps, steigen die Kosten zwischen 9 und 31 Prozent.


Die Preiserhöhungen treffen in angepasster Form auch gemeinnützige Organisationen sowie öffentliche Verwaltungen und Behörden. Bei Regierungs-Lizenzen, deren Preisanstieg 10 Prozent übersteigt, greift die Preiserhöhung gemäß bundesstaatlicher Vorschriften allerdings über mehrere Jahre in gestaffelter Form.


Die Risiken der Cloud-Abhängigkeit

Durch den nächsten Microsoft-Dreh an der Preisspirale wird ein nicht zu unterschätzendes Problemfeld vieler IT-Strategien deutlich: das Risiko eines Vendor-Lock-ins. Um die damit verbundenen Abhängigkeiten zu reduzieren, kann man bereits seit einigen Jahren ein strategisches Umdenken feststellen, das man wie folgt zusammenfassen kann: Aus „Cloud-only“ wird „Cloud smart“. Denn neben den finanziellen Belastungen durch kontinuierlich steigende Lizenzkosten rückt seit Beginn der zweiten Amtszeit Donald Trumps das Thema digitale Souveränität immer stärker in den Fokus. Das gilt sowohl für die Wirtschaft als auch für Behörden und öffentliche Verwaltungen. So schärfen zahlreiche europäische Staaten ihr bestehendes Regelwerk nach oder stellen, wie im Bundesland Schleswig-Holstein, ihre IT-Systeme schrittweise auf Open-Source-Lösungen um. Das Ziel ist klar: Risikominimierung und Stärkung der digitalen Resilienz. Mit den neuesten KI-getriebenen Entwicklungen dürfte die Suche nach finanziellen und sicherheitstechnisch smarten Cloud-Alternativen weiter an Dynamik gewinnen.



Jetzt handeln: Lizenzbestand auf den Prüfstand stellen

Drei Preiserhöhungen in vier Jahren sind kein Zufall, sie sind Strategie. Für Unternehmen ist das der konkrete Anlass, die eigene Softwarestrategie aktiv zu gestalten statt nur zu reagieren. Drei Fragen, die IT-Verantwortliche jetzt stellen sollten, wenn sie Abo-Fallen vermeiden wollen:



Welche Lizenzen werden wirklich genutzt?

Viele Unternehmen zahlen für Funktionen und Pläne, die im Alltag kaum jemand verwendet. Ein strukturiertes Lizenz-Audit schafft Transparenz und zeigt, wo sich sofort Kosten einsparen lassen, ohne Komfortverlust.



Was lässt sich aus nicht mehr benötigten Lizenzen herausholen?

Überschüssige Softwarelizenzen müssen nicht einfach verfallen. Sie können rechtssicher weiterverkauft werden und schaffen so liquide Mittel, die direkt in neue IT-Investitionen fließen können.



Ist eine reine Cloud-Strategie noch zeitgemäß?

Wer ausschließlich auf Microsoft-Cloud-Abos setzt, gibt die Preiskontrolle dauerhaft ab. Hybride Modelle, die Cloud-Dienste gezielt mit On-Premises-Lizenzen kombinieren, sind nicht nur kostengünstiger, sie reduzieren den Vendor-Lock-in aktiv und stärken die digitale Souveränität des Unternehmens.


Smarte Alternative: On-Premises-Lizenzen als strategischer Anker

Auch wenn sich Cloud-Computing mittlerweile fast überall als Standard etabliert hat, bleiben On-Premises-Lösungen für viele Unternehmen unverzichtbar. Dafür gibt es  mehrere gute Gründe:


  • Volle Kostenkontrolle: Einmalige Investition statt dauerhafter Mietzahlungen.


  • Datenhoheit: Sensible Unternehmensdaten verbleiben in der eigenen Infrastruktur.


  • Compliance: Erfüllung EU-weiter und nationaler Datenschutzvorgaben ohne Abhängigkeit von US-Cloud-Anbietern.


So überrascht es wenig, dass hybride Cloud-Lösungen, die das Beste aus beiden Welten vereinen, sich immer mehr zur favorisierten Lösung entwickeln. Die Cloud wird dabei nicht mehr als strategisches Ziel gesehen, sondern als Werkzeug innerhalb einer bedarfsgerechten IT-Architektur. So lassen sich zum Beispiel Kollaboration, Identitätsmanagement oder ausgewählte Security-Services effizient online abbilden, während bestehende Workloads, die aus funktionalen Gründen keine konstante Cloud-Anbindung benötigen, oder die Verarbeitung von hochsensiblen und sicherheitsrelevanten Unternehmens- oder Kundendaten weiterhin On-Prem im eigenen Rechenzentrum betrieben werden.



Welche immensen finanziellen Vorteile das bieten kann, zeigen die beiden PREO-Referenzbeispiele der LMT Group, einem international operierenden Unternehmen aus dem Spezialmaschinenbau, sowie der Asklepios-Kliniken, einem privaten Betreiber von über 150 Gesundheitseinrichtungen, eindrucksvoll. Die kompletten Kunden-Cases inklusive der erzielten Einsparungen finden Sie hier zum kostenfreien Download.




Gebrauchte Microsoft-Lizenzen als clevere Alternative nutzen

Um finanzielle Spielräume, beispielsweise für neue IT-Projekte zu gewinnen, bietet der Einsatz gebrauchter Software für mittelständische Unternehmen, Konzerne und öffentliche Verwaltungen ein enormes Einsparpotenzial. So lassen sich gegenüber einem Neukauf oder teuren Abos Preisvorteile von bis zu 70 Prozent realisieren. Gebrauchte Microsoft-Lizenzen, beispielsweise für Office, Windows Betriebssystemen, Windows Server oder SQL-Server und Exchange-Server sind zudem qualitativ identisch mit Neuware, da Software sich nicht abnutzt.


Weitere Gründe, warum PREO auch für Ihr Unternehmen der richtige Partner unter den Gebrauchtsoftware-Anbietern ist:


   

Rechtssicherheit und Transparenz: PREO übererfüllt die gesetzlichen Dokumentationspflichten und legt die gesamte Rechtekette lückenlos offen.



Audit-Sicherheit: Sämtliche Lizenzen von PREO sind lizenzrechtlich geprüft, so dass Sie nach einem Transfer jedem Hersteller-Audit gelassen entgegensehen können.



Mehrfach gesicherte Prozesse: Mit über 20 Jahren Erfahrung als Pionier im europaweiten Handel mit gebrauchten Softwarelizenzen bietet PREO mit seinem Safe3-System höchste Compliance-Standards vor, während und nach dem Lizenztransfer, bietet mit „Easy Compliance“ ein eigenes Lizenzportal und eine integrierte Blockchain-Lösung.



Umfangreiche Expertise: Mehr als 5.000 Kund*innen aus den verschiedensten Branchen und Sektoren profitieren bereits von den PREO Gebrauchtsoftware-Vorteilen. Schauen Sie doch einmal in unsere Referenzprojekte.



PREO-Tipp: Die dritte Preiserhöhung in Folge ist der Startschuss: Jetzt ist der richtige Moment, den eigenen Lizenzbestand systematisch zu analysieren. Welche Lizenzen werden wirklich genutzt? Welche können abgestoßen oder durch kostengünstigere On-Prem-Alternativen ersetzt werden? Und welche brachliegenden Lizenzen lassen sich gewinnbringend weiterverkaufen, statt einfach zu verfallen? Die PREO-Lizenzexpert*innen unterstützen Sie dabei Schritt für Schritt – von der Bestandsanalyse über den rechtssicheren Lizenzverkauf bis hin zur strategischen Neuausrichtung Ihrer IT. So gewinnen Sie nicht nur Kosten zurück, sondern auch die Unabhängigkeit, die eine reine Cloud-Strategie Ihnen längst entzogen hat.



Die PREO-Lizenzexpert*innen beraten Sie gerne persönlich und errechnen kostenfrei auf Basis Ihres aktuellen Bestands das mögliche Einsparpotenzial.