Datum: 

7 Mar 2024

Autor: 

PREO AG

On-Premise vs. Cloud


Hauptfaktoren: Sicherheit, Effizienz und Nachhaltigkeit

Die digitale Transformation der Wirtschaft lässt den weltweiten Bedarf an Serverinfrastruktur und Serverleistung weiter steigen. Nicht nur die großen Cloud-Anbieter investieren deshalb massiv in den Ausbau und die Sicherheit ihrer Rechenzentren. Laut einer Studie des Branchenverbands der digitalen Wirtschaft Bitkom zur Marktentwicklung in Deutschland machen Cloud-Rechenzentren im Jahr 2022 bereits 38 Prozent der gesamten Rechenzentrumskapazitäten aus. Das Cloud-Wachstum treibt auch das Marktsegment der Colocation-Rechenzentren, in denen sich bereits 44 Prozent der deutschen IT-Kapazitäten befinden. Und der Wachstumstrend ist ungebrochen. Demgegenüber ist der On-Prem-Betrieb von Rechenzentren zwar laut Bitkom minimal rückläufig, verbleibt aber insgesamt auf einem konstanten Niveau. Der eigenständige Betrieb vor Ort scheint sich also bei allem Hype um das Cloud-Computing weiterhin zu lohnen und zukunftsfähig zu sein.


In diesem Blog-Beitrag gehen wir  auf die Vorteile eines On-Premise-Rechenzentrums ein, zeigen für welche Unternehmen sich der Betrieb auch in Zukunft lohnen sollte und wie sich mit dem Einsatz gebrauchter Softwarelizenzen neue finanzielle Spielräume ergeben.


Was gilt als eigenes On-Premise-Rechenzentrum?

Nach allgemeinem Verständnis spricht man von einem Rechenzentrum, wenn eine zentrale physische Einrichtung, wie eine Immobilie oder ein Teil einer Immobilie dafür ausgelegt ist, sogenannte geschäftsrelevante Rechentechnik, wie Computer, Speicher, Server und Netzwerkkomponenten oder andere IT-Geräte, sowie die für deren Einsatz erforderliche Infrastruktur zu beherbergen. Dazu zählen insbesondere die Stromversorgung, Kühlaggregate, Brandschutzeinrichtungen und technische Anlagen, die den Zutritt regeln.


In Deutschland bestätigt die Bitkom in der Studie zur Marktentwicklung aus dem Jahr 2023 die Anzahl von 3.000 Rechenzentren mit mindestens 10 Server-Racks und mehr als 40 kW IT-Anschlussleistung. Hinzu kommen circa 47.000 kleinere IT-Installationen, die allerdings nicht vollständig als Rechenzentrum anzusehen sind. Übrigens: Die meisten Rechenzentren stehen deutschlandweit in Frankfurt am Main, von Großkonzernen über Cloud- und Streaming-Anbieter bis hin zu Internet-Providern ist die relevante Unternehmensdichte besonders hoch. Mittlerweile gilt die Main-Metropole als größter Datenknoten der Welt. Am Datenkreuz DE-CIX sind etwa 1.000 Netze, vor allem aus dem europäischen Raum, zusammengeschaltet.


Welche Vorteile bietet ein Rechenzentrum vor Ort im Eigenbetrieb?

Wie vorteilhaft ein On-Premise-Rechenzentrum für ein Unternehmen oder eine öffentliche Verwaltung ist, hängt stark von den spezifischen Anforderungen, dem Budget und den strategischen Zielen ab. Unabhängig davon sprechen aber grundsätzlich die folgenden Argumente für ein eigenes On-Prem-Rechenzentrum:


1. Datensicherheit und Datenhoheit

Direkte Kontrolle der physischen Sicherheit und des Zugriffs auf unternehmenskritische Daten und damit Minimierung unternehmensspezifischer Sicherheitsrisiken von Cloud-basierten Lösungen wie Cyberangriffe oder Vendor Lock-in.

2. Verfügbarkeit 

Ein On-Prem-Betrieb funktioniert auch bei Internetstörungen oder Ausfällen. Lokale Netzwerkressourcen sind jederzeit verfügbar, solange das Netzwerk intakt ist.

3. Anpassungsfähigkeit und Skalierbarkeit  

Flexibilität bei der Auswahl der Hard- und Softwarelösungen und die damit verbundene Möglichkeit zur Skalierung nach den individuellen Anforderungen des Unternehmens.

4. Kostenkontrolle und nachgelagerte Einspareffekte

Vorhersehbare und damit planbare Investitionen für Hardware und Infrastruktur. Keine laufenden monatlichen Gebühren. Nachfolgende Einspareffekte beispielsweise durch die Nutzung von gebrauchter Software im On-Prem-Betrieb und eine daraus resultierende niedrigere interne Support-Quote.

5. Latenz und Performance

Geringere Latenzzeiten und bessere Leistung für lokale Anwendungen sowie die volle Kontrolle über die Netzwerkinfrastruktur.

6. Compliance und Datenschutz

Mehr Kontrolle über die Einhaltung von branchenspezifischen Vorschriften und Datenschutzbestimmungen. Einfachere Umsetzung von unternehmensspezifischen Compliance-Anforderungen.


Auch in puncto Nachhaltigkeit können Unternehmen vom Betrieb eines eigenen On-Prem-Rechenzentrums profitieren. Dafür sind aktuell allerdings bestimmte Voraussetzungen erforderlich, auf die wir  gesondert eingehen.


Wie kann ein On-Premise-Rechenzentrum nachhaltig betrieben werden?

Nachhaltiges Wirtschaften auf allen Ebenen eines Unternehmens spielt schon heute eine wesentliche Rolle im Geschäftsalltag. Dafür sorgt unter anderem die EU-weite CSR-Directive mit ihren Dokumentations- und Offenlegungspflichten der unternehmerischen Aktivitäten, die ab 2024 schrittweise auf immer mehr Unternehmen ausgeweitet wird. So werden bereits kleine und mittelständische Unternehmen verpflichtet, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, eine eigene Nachhaltigkeitsstrategie zu entwickeln und kontinuierlich zu verfolgen. Der IT kommt hier eine Doppelfunktion zu. Einerseits ermöglicht sie es erst, die für die Dokumentation erforderlichen Daten zu sammeln und auszuwerten, andererseits trägt sie selbst durch verschiedene Maßnahmen zu einer Reduktion des unternehmerischen CO2-Fußabdrucks bei.


Als sogenannte Green-IT-Solutions sind für einen nachhaltigen Betrieb eines On-Premise-Rechenzentrums insbesondere die folgenden zu nennen:

Betrieb mit erneuerbaren Energien  

Die möglichst vollständige Nutzung von erneuerbaren Energien für den Betrieb des On-Premise-Rechenzentrums - entweder über eine Eigenstromerzeugung durch Photovoltaik, Wind- oder Wasserkraft oder der Einkauf von Grünstrom mit entsprechenden Herkunftsnachweisen.

Energieeffizienz

Steigerung der Energieeffizienz durch energiesparende Infrastruktur-Komponenten, der Einsatz technischer Lösungen zur Wärmerückgewinnung durch die unternehmensinterne Abwärmenutzung zum Heizen, Kühlen oder in der Produktion sowie die eigenen Energieerzeugung durch hocheffiziente Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen, wie beispielsweise Blockheizkraftwerke.

Verlängerte Hardware-Nutzung

Die Verlängerung von Hardware-Zyklen durch kontinuierliche Wartungen, Upgrades und Wiederverwendung sowie die Kontrolle über eine umweltgerechte Elektronikentsorgung mit dem Fokus auf Recycling.

Gebrauchte Software

Der konsequente Einsatz von gebrauchter Software an allen Arbeitsplätzen, deren Struktur und Anforderungen dies ohne Effektivitätseinbußen ermöglichen. Das reduziert im Vergleich zum Neukauf nicht nur hohe Lizenzkosten, sondern liefert einen messbaren Beitrag zu einer aktiven Kreislaufwirtschaft.

Vor allem bei den ersten beiden Green-IT-Solutions ist natürlich zu berücksichtigen, dass je nach Größe und Energiebedarf eines On-Premise-Rechenzentrums teilweise erhebliche Investitionen erforderlich sind, die sich in der Regel erst langfristig auszahlen und bei einer möglichen Kosten-Nutzen-Rechnung mit einfließen müssen. Investitionen, die vor allem bei bestehenden Rechenzentren erforderlich sind, die  laut der International Data Corporation (IDC) im Durchschnitt etwa neun Jahre alt sind. Der daraus resultierende  Modernisierungsbedarf betrifft deshalb neben dem Faktor Nachhaltigkeit oft auch die Kapazitäten zur Verarbeitung deutlich größerer Datenmengen sowie robuste Cybersicherheitsmaßnahmen. Hinzu kommen die erforderlichen Kompetenzen für komplexere Anwendungen und deren Administration bei den Mitarbeitenden.



On-Premise-Duo – eigenes Rechenzentrum und gebrauchte Softwarelizenzen

Trotz komplexer Herausforderungen für den zukunftsfähigen Betrieb eines On-Premise-Rechenzentrums sind vielen IT-Verantwortlichen die Risiken von Total-Cloud-Lösungen nach wie vor zu hoch. Nach unseren Erfahrungen gilt dies vor allem für Branchen mit hohen Standards in den Bereichen Datensicherheit, Datenverfügbarkeit, Datenhoheit und Compliance, die gleichzeitig unter einem dauerhaften Kostendruck stehen, wie beispielsweise Energie, Gesundheit, Finanzen, Verkehr und Logistik oder Entsorgung, aber auch  öffentliche Träger und Verwaltungen. Stattdessen werden entweder hybride Cloud-Lösungen oder der komplette On-Premise-Betrieb mit eigenem Rechenzentrum und einem bedarfsgerechten Einsatz von Gebrauchtsoftware bevorzugt.


Auf dieses On-Premise-Duo vertraut auch der deutsche Mittelständler und europäische Marktführer im Bereich „document presentation“, Swedex. Nach drei Jahren in der Cloud wechselten die Verantwortlichen vor allem aus Kostengründen wieder zum On-Prem-Betrieb mit eigenem Rechenzentrum und der Nutzung von gebrauchten Softwarelizenzen, die zu einer Ersparnis im sechsstelligen Bereich führten. Den gesamten Kunden-Case finden Sie hier.


Überzeugende Vorteile – Gebrauchtsoftware von PREO für den On-Prem-Betrieb 

Wir sind einer der Pioniere im europäischen Handel mit gebrauchten Softwarelizenzen. Wir bieten Unternehmen, Organisationen und öffentlichen Verwaltungen jederzeit eine große Auswahl an gebrauchten Volumenlizenzen für Server, Betriebssysteme oder Anwendungssoftware, insbesondere von Microsoft, mit denen sie ihre Lizenzkosten nachhaltig optimieren und gleich mehrfach profitieren können:


  • Hohe Einsparungen bei den laufenden Lizenzkosten von bis zu 70 Prozent gegenüber der jeweiligen Neuversion.
       
  • Mehr Nachhaltigkeit im IT-Bereich durch die Förderung einer aktiven Kreislaufwirtschaft und die Senkung des unternehmerischen CO2-Fußabdrucks.

  • 100 Prozent rechts- und auditsicherer Lizenzerwerb mit höchster Transparenz in allen Abwicklungsschritten inklusive kompletter Dokumentation im PREO-Lizenzportal “Easy Compliance“.

  • Langjährige Expertise bei der Integration von gebrauchten Softwarelizenzen in klassische Netzwerkstrukturen oder hybride Lizenzmodelle.

  • Detaillierte Marktkenntnisse und umfangreiche Erfahrungen durch den auditsicheren Transfer von über einer Million gebrauchter Softwarelizenzen.

  • Bestehende Kapazitäten zum Software-Lizenzmanagement bei großen IT-Infrastrukturprojekten mit tausenden Arbeitsplätzen und länderübergreifenden Standorten.

  • Überzeugende Referenzprojekte für zahlreiche mittelständische und große Unternehmen aus den verschiedensten Branchen.