
Die Befragten bestätigen, dass „der Handel mit Gebrauchtsoftware heute sowohl im Einzelhandel als auch bei der öffentlichen Hand bereits ein anerkanntes Geschäftsmodell ist, das in den kommenden Jahren auch in zunehmendem Maße von den Einkäufern anderer Branchen und Bereiche übernommen werden wird“. Gerade in Deutschland existiere bereits ein gut ausgebauter Sekundärmarkt für Gebrauchtsoftware, auf dem Händler wie die preo Software AG sich darauf spezialisiert haben, Anwendern optimale Gebrauchtsoftware-Lösungen anzubieten.
Allerdings sei die Möglichkeit des Handels mit gebrauchten Lizenzen noch unzureichend bekannt. Da sich die Softwarehersteller bezüglich dieses Themas zurückhalten, fordert Forrester die Anwender dazu auf, das Thema voranzutreiben – und sich gegen Beschränkungen der Hersteller zu wehren, auch wenn dies harte Verhandlungen erfordert.
Die Studie zeigt deutlich, dass Unternehmen sich nicht mehr den Restriktionen der Hersteller beugen wollen. So wächst der Markt für gebrauchte Software unaufhaltsam. Das zentrale Motiv der Anwender, auf gebrauchte Software zurückzugreifen, sind vor allem Kostenvorteile: 40 bis 60 Prozent Kosteneinsparungen ließen sich laut der befragten Einkäufer erzielen. Und auch die Veräußerung nicht mehr benötigter Lizenzen lohnt sich finanziell. Ein weiterer Vorteil, den viele Befragte nannten, war die Unabhängigkeit vom Software-Hersteller und die Stabilität der Anwendungen: So können bewährte Softwareversionen eingesetzt werden, ohne dass ein Hersteller auf Aktualisierung drängt.
Auch die Rechtslage beurteilt Forrester als positiv. „Die Legalität der Nutzung von Gebrauchtsoftware wurde jetzt im Rahmen verschiedener Gerichtsverfahren in Deutschland verhandelt und bestätigt“, so das Ergebnis. Grundlage sei der Erschöpfungsgrundsatz, der in den meisten Rechtsordnungen weltweit verbreitet sei, so auch in der EU und der Schweiz.
Im Grunde genommen steht gebrauchter Software also nichts mehr im Wege. Die größte Hürde des Marktes ist der Bekanntheitsgrad – die durch eine breitere Diskussionsbasis aber ebenfalls überwunden werden kann.
Quelle: EHI
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